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    Notaufnahme oder Hausarzt? So treffen Sie in 60 Sekunden die richtige Entscheidung

    Notaufnahme, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 oder Hausarzt? Wann welcher Weg richtig ist – plus kostenlose Online-Ersteinschätzung ohne Anmeldung.

    Es ist Sonntagabend, die Beschwerden sind da – und die Frage lautet: In die Notaufnahme fahren, den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen oder bis Montag warten? Dieses Entscheidungsdilemma kennt fast jede Familie. Wer zu spät handelt, riskiert die Gesundheit; wer bei jeder Beschwerde in die Notaufnahme fährt, wartet dort oft stundenlang und belastet Kapazitäten, die andere dringender brauchen.

    Die gute Nachricht: Für die meisten Situationen gibt es klare Leitplanken. Dieser Artikel erklärt sie – und am Ende können Sie eine kostenlose Ersteinschätzung starten, die Sie in unter 60 Sekunden durch dieselben Fragen führt.

    112: der Notruf bei Lebensgefahr

    Die 112 ist die richtige Nummer, wenn eine Lebensgefahr besteht oder nicht sicher ausgeschlossen werden kann. Rettungsdienst und gegebenenfalls Notarzt kommen zu Ihnen – Sie sollen in diesen Fällen nicht selbst ins Krankenhaus fahren.

    • Bewusstlosigkeit oder nicht ansprechbare Person
    • Fehlende, sehr schwere oder ringende Atmung
    • Anhaltende, starke Brustschmerzen, besonders mit Kaltschweißigkeit oder Atemnot
    • Schlaganfallzeichen: hängender Mundwinkel, Sprachstörung, einseitige Lähmung
    • Starke, nicht stillbare Blutung oder schwere Verletzung nach Unfall

    116117: dringend, aber nicht lebensbedrohlich

    Der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 ist für Beschwerden gedacht, die nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten sollten, aber auch keinen Rettungseinsatz erfordern – etwa abends, am Wochenende oder an Feiertagen. Dort wird entschieden, ob eine Bereitschaftspraxis aufgesucht werden soll, ein Hausbesuch nötig ist oder ein Rat am Telefon genügt.

    • Fieber, das nicht sinkt, ohne Warnzeichen wie Bewusstseinstrübung
    • Starke Schmerzen, die sich mit den üblichen Mitteln nicht lindern lassen
    • Anhaltendes Erbrechen oder Durchfall mit beginnender Schwäche
    • Harnwegsinfekte, Ohrenschmerzen oder Wunden, die versorgt werden müssen

    Hausarzt: der richtige Weg für alles andere

    Beschwerden, die seit Tagen bestehen, sich langsam entwickeln, gut aushaltbar sind oder bereits bekannt sind, gehören in die Hausarztpraxis. Dort ist Ihre Krankengeschichte bekannt, Befunde lassen sich einordnen und Folgetermine planen. Auch Rezepte, Krankschreibungen nach abklingendem Infekt und Kontrolluntersuchungen sind dort richtig aufgehoben – nicht in der Notaufnahme.

    Die sieben Kategorien der NotLink-Ersteinschätzung

    Unser kostenloses Triage-Tool NotLink arbeitet mit sieben Beschwerdekategorien. Sie wählen eine aus und beantworten wenige Ja-/Nein-Fragen zu typischen Warnzeichen:

    1. Brustschmerzen
    2. Atemnot
    3. Kopfschmerzen oder Schwindel
    4. Bauchschmerzen
    5. Verletzung oder Blutung
    6. Fieber
    7. Sonstige Beschwerden

    Am Ende steht eine von vier Empfehlungen: sofort 112 rufen, den Bereitschaftsdienst 116117 kontaktieren, zeitnah ärztlich abklären lassen oder die Beschwerden zu Hause beobachten. Die Nutzung ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich – es werden keine persönlichen Daten abgefragt.

    Wichtiger medizinischer Hinweis

    Diese Triage dient nur der ersten Orientierung und ersetzt keinen Arztbesuch. Sie stellt keine Diagnose. Bei lebensbedrohlichen Situationen wählen Sie sofort den Notruf 112.

    Häufig gestellte Fragen

    Wann sollte ich statt zum Hausarzt in die Notaufnahme?

    Bei akuten Warnzeichen wie anhaltenden Brustschmerzen, akuter Atemnot, Bewusstseinsstörungen, Schlaganfallzeichen oder starken Blutungen. In diesen Fällen gilt: sofort 112 rufen und nicht selbst fahren.

    Wofür ist die 116117 zuständig?

    Für Beschwerden, die dringend behandelt werden sollten, aber nicht lebensbedrohlich sind – vor allem außerhalb der Sprechzeiten, am Wochenende und an Feiertagen.

    Kostet die NotLink-Ersteinschätzung etwas?

    Nein, die Ersteinschätzung ist uneingeschränkt kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

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